











Die VEVOR Kasten- und Abkantpresse verarbeitet Bleche bis zu einer Breite von 914 mm (36 Zoll) und gehört damit zur mittleren bis großen Leistungsklasse für Biegearbeiten in Werkstätten und der Leichtindustrie. Diese Arbeitsbreite ist für die meisten Standardblechabmessungen geeignet, die in der HLK-Technik, der Herstellung von Elektrogehäusen und im individuellen Metallbau verwendet werden. Bediener können damit Biegungen über die gesamte Blechbreite in einem Arbeitsgang durchführen, ohne die Maschine umpositionieren oder mehrfach umrüsten zu müssen.
Der Biegebereich lässt sich von 0 bis 135 Grad einstellen, sodass Sie mit derselben Maschineneinstellung alles von flachen Zierfalten bis hin zu steilen Strukturflanschen und nahezu geschlossenen Säumen realisieren können. Diese robusten Aluminium-Abkantpressen machen mehrere Spezialwerkzeuge überflüssig und vereinen alle Biegewinkel in einer einzigen Presse.
Diese Kasten- und Abkantpresse ist für 1,5 mm dickes Baustahlblech (16 Gauge) geeignet. Sie bietet die nötige Klemm- und Biegekraft für die Bearbeitung einer der gängigsten Blechstärken, die in der Werkstatt einen hohen Widerstand erfordert. Die 16-Gauge-Auslegung gilt nicht nur für Baustahl; die Maschine kann auch Edelstahl, Kupfer und Aluminiumblech verarbeiten – die vier wichtigsten Metalle in der professionellen Fertigung.
Unterschiedliche Werkstoffe weisen unterschiedliche Rückfederungs- und Streckgrenzenprofile auf, was die Kalibrierung des Biegewinkels beeinflusst. Das manuelle Winkeleinstellsystem berücksichtigt diese materialspezifischen Faktoren und ermöglicht dem Bediener, für jeden Werkstoff die entsprechenden Kompensationswinkel festzulegen. Dieser intelligente, materialabhängige Ansatz zur Winkeleinstellung gewährleistet präzise Ergebnisse, unabhängig vom bearbeiteten Metall.
Die sechs austauschbaren Segmentfinger, erhältlich in den Größen 1, 2, 3, 8, 10 und 12 Zoll, machen diese Maschine zu mehr als nur einer herkömmlichen Blechbiegemaschine. Sie kann auch dreidimensionale Boxen und Wannen formen. Durch die Auswahl und Anordnung bestimmter Fingerkombinationen entlang des Spannbalkens können Bediener Biegeformen herstellen, die exakt den Innenmaßen des jeweiligen Box- oder Wannenprofils entsprechen.
Mit diesem modularen System lassen sich komplexe Bauteile wie Schaltschränke, Instrumentengehäuse und Lüftungskanalabschnitte auf einer einzigen Maschine fertigen, ohne dass Sonderwerkzeuge bestellt oder externe Fertigungsdienstleister beauftragt werden müssen. Der 1-Zoll-Finger ist besonders nützlich zum Biegen schmaler Flansche und kleiner Gehäuseseiten, bei denen eine breite, durchgehende Matrize an bereits geformten Wänden anstoßen und das Abschließen der Biegung verhindern würde.
Der einzelne Ausgleichshammermechanismus verteilt den Spanndruck gleichmäßig über die gesamte Breite des Blechwerkstücks, sodass der Bediener den Spannhebel nicht stark betätigen muss. Die ausbalancierte Hammergeometrie verteilt die Spannkraft gleichmäßig über die gesamte Arbeitsbreite von 914 mm (36 Zoll), reduziert die Ermüdung des Bedieners bei längeren Biegevorgängen und gewährleistet einen gleichbleibenden Halt.
Die Biegequalität hängt direkt vom Anpressdruck der Klemme ab. Ist die Klemme ungleichmäßig, kann sich das Blech während des Biegevorgangs bewegen oder verbiegen, was zu ungleichmäßigen Winkeln und Oberflächenspuren führt, die korrigiert oder verworfen werden müssen. Die ausbalancierte Hammerkonstruktion eliminiert diese Schwankungen, indem sie an jedem Punkt der Matrize eine gleichmäßige Klemmkraft gewährleistet.
Die Basis der Maschine verfügt über vorgebohrte Löcher zur Befestigung mit Standardbefestigungselementen. Dadurch lässt sie sich fest oder semi-permanent auf einer Werkbank oder direkt auf dem Werkstattboden montieren. Ist die Abkantpresse während des Betriebs fixiert, bewegt oder vibriert die Maschine auch beim Anheben schwerer Bleche gegen den Biegehebel nicht.
Die Montage auf dem Boden oder der Werkbank ermöglicht es dem Bediener, beide Hände frei zu haben, um das Werkstück und den Biegehebel zu steuern. So muss er nicht mit einer Hand die Maschine fixieren. Für Fertigungsbetriebe, die mehrere Biegungen an jedem Teil vornehmen oder mit großen, schweren Blechplatten arbeiten und dabei die volle Kontrolle beider Hände benötigen, ist eine fachgerecht verankerte Installation nicht nur wünschenswert, sondern unerlässlich.
Aluminium wird für die Herstellung der Biegebalken und Abkantteile verwendet. Es verleiht der Maschine ein optimales Verhältnis von Stabilität und Gewicht, wodurch sie sich leicht in der Werkstatt bewegen lässt und gleichzeitig die für präzises, wiederholtes Biegen erforderlichen Maßstabilität gewährleistet. Da Aluminium im Gegensatz zu Kohlenstoffstahl nicht rostet, bleiben die Biegeflächen und Spannteile frei von Rost und Oberflächenkorrosion. Unbeschichtete Stahlwerkzeuge können die Biegegenauigkeit beeinträchtigen und die Oberflächenqualität des Werkstücks mit der Zeit mindern.
In Werkstätten mit Kühlmitteln, Schneidölen oder hoher Luftfeuchtigkeit müssen Aluminiumwerkzeuge nicht so häufig nachbearbeitet werden wie Stahlwerkzeuge, um in gutem Zustand zu bleiben. Dadurch sind sie weniger rostanfällig. Die Kasten- und Pfannenabkantbank behält ihre Maßgenauigkeit und glatte Oberfläche auch nach jahrelangem regelmäßigem Gebrauch in der Werkstatt.
Der Arbeitsablauf umfasst drei grundlegende Schritte: Den Spannhebel anheben, das Blech positionieren, den Hebel zum Fixieren absenken und anschließend den Biegehebel auf den gewünschten Winkel anheben. Dieser optimierte Arbeitsablauf vereinfacht die Vorbereitungszeiten. Erfahrene Bediener können so mehrere Biegungen schnell durchführen, und weniger erfahrene Anwender erlernen die richtige Technik rasch.
Anstelle von mechanischen Anschlägen wird bei der Bedienung eine manuelle Rückfederungskompensation verwendet. Dadurch kann der Bediener den endgültigen Biegewinkel für jede Materialart und -stärke direkt steuern. Die Dokumentation der Kasten- und Pfannenabkantpresse enthält klare Anweisungen zur Rückfederungskompensation, z. B. die Einstellung der Maschine auf 92 Grad, um einen fertigen Biegewinkel von 90 Grad zu erzielen.